Presseinformation vom 27.02.2026
Die Plasmaspende erfolgt mittels sogenannter Plasmapherese.
Sogenannte „Seltene Erkrankungen“ betreffen wesentlich mehr Personen, als der Name verheißen mag. Hinter jeder Diagnose stehen Menschen, deren Alltag von Unsicherheit, langen Diagnosewegen und eingeschränkter Lebensqualität geprägt ist. Für manche Krankheitsbilder, etwa primäre Immundefekte, sind plasmabasierte Medikamente unverzichtbar, da sie lebenswichtige Proteine liefern, die der Körper selbst nicht ausreichend bilden kann.
Lebenswichtiger Rohstoff mit begrenzter VerfügbarkeitDas Problem bei Plasma ist seine begrenzte Verfügbarkeit. Anders als viele andere medizinische Produkte kann es nicht synthetisch hergestellt oder industriell produziert werden. Jede Therapie hängt unmittelbar davon ab, dass Menschen bereit sind, regelmäßig zu spenden. Gleichzeitig stieg der Bedarf in den letzten Jahren kontinuierlich, bedingt durch medizinischen Fortschritt, verbesserte Diagnostik und eine höhere Lebenserwartung. Plasmabasierte Arzneimittel werden für eine wachsende Zahl von Indikationen eingesetzt, was die Versorgungslage zusätzlich unter Druck setzt. Plasma ist kein austauschbarer Rohstoff, sondern eine sensible Ressource, deren Stabilität direkt von der Spendenbereitschaft abhängt. Fehlen ausreichende Spenden, geraten Therapien rasch an ihre Grenzen.
Versorgungssicherheit braucht gesellschaftliche BeteiligungZum Tag der Seltenen Erkrankungen rückt BioLife bewusst die Rolle der Plasmaspende im Gesundheitssystem in den Fokus. Begleitend zum Aktionstag startet die
Videokampagne „Eine Welt ohne Plasma“, die zeigt, wie fragil medizinische Versorgung wäre, wenn Solidarität zur Ausnahme würde – und stellt dem eine Realität gegenüber, in der freiwillige Spenden Leben ermöglichen.
„Plasma ist kein abstrakter medizinischer Rohstoff, sondern die Grundlage für Therapien, die Menschen mit seltenen und schweren Erkrankungen Stabilität und Lebensqualität ermöglichen“, erklärt
Monika Wiesner, Head of Communications BioLife Europe. „Jede einzelne Spende trägt unmittelbar zur Versorgungssicherheit bei. Ohne regelmäßige Spenden gibt es keine verlässliche Therapiegrundlage.“
Angesichts des europaweit steigenden Bedarfs an plasmabasierten Medikamenten sei langfristiges Engagement entscheidend, so Monika Wiesner weiter: „Medizinischer Fortschritt erhöht die Nachfrage, gleichzeitig bleibt Plasma ausschließlich durch freiwillige Spenden verfügbar. Genau hier braucht es Bewusstsein und Verantwortung. Gerade am Tag der Seltenen Erkrankungen wird deutlich: Hinter jeder Therapie stehen Menschen. Plasmaspende ist ein stiller, alltäglicher Akt der Solidarität mit konkreter Wirkung für jene, die darauf angewiesen sind. Wer spendet, leistet somit einen konkreten Beitrag zur Gesundheitsversorgung.“
Höchste Sicherheitsstandards bei der PlasmaspendePlasma ist ein zentraler Baustein moderner Medizin, entsprechend hoch sind die Anforderungen an Sicherheit und Qualität im Spendeprozess. Die Plasmaspende erfolgt mittels sogenannter Plasmapherese: Dabei wird das Blut der Spender:innen über ein steriles Einwegset in ein geschlossenes System geleitet, in dem das Plasma separiert wird. Die übrigen Blutbestandteile werden dem Körper unmittelbar wieder zurückgeführt. Der Vorgang ist schonend, medizinisch begleitet und unterliegt strengen Hygiene- und Kontrollstandards. Eine Spende dauert in der Regel zwischen 45 und 60 Minuten und ist bis zu 50 Mal pro Jahr möglich.
Geeignet für die Plasmaspende sind gesunde Personen zwischen 18 und 60 Jahren mit einem Mindestkörpergewicht von 50 Kilogramm. Vor jeder Spende werden Vitalparameter überprüft, zusätzlich finden regelmäßige medizinische Untersuchungen sowie umfangreiche Bluttests statt. Jede einzelne Spende wird auf Infektionskrankheiten wie HIV sowie Hepatitis B und C getestet. Damit tragen Plasmazentren nicht nur zur Arzneimittelversorgung, sondern auch zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge bei.
Regelmäßige Gesundheitschecks als zusätzlicher MehrwertSpender:innen profitieren neben einer Aufwandsentschädigung von kontinuierlichen, kostenfreien Gesundheitskontrollen. Dazu zählen körperliche Untersuchungen ebenso wie Laboranalysen und die laufende Aktualisierung der medizinischen Anamnese. In einzelnen Fällen können dadurch gesundheitliche Auffälligkeiten frühzeitig erkannt und weitere Abklärungen angestoßen werden.
Eine gute Vorbereitung unterstützt einen reibungslosen Ablauf: ausreichend Flüssigkeitszufuhr und eine ausgewogene Mahlzeit vor der Spende helfen, den Prozess möglichst angenehm zu gestalten. Da sich Plasma im Körper rasch regeneriert, ist regelmäßiges Spenden möglich – und damit ein nachhaltiger Beitrag zur Versorgung von Menschen, die auf plasmabasierte Therapien angewiesen sind.
Jetzt Plasma spenden und Leben verändern: Informationen & Terminvereinbarung unter
www.plasmazentrum.atRückfragenverweisIng. Mag. Monika Maria Wiesner
Head of Communications BioLife Europe
monika.wiesner@takeda.com / +43 664 88120 454